Knockout Mausmodelle
Knockout Mäuse werden dadurch definiert, dass ein bestimmtes, für die Forschung relevantes Gen, funktionsunfähig gemacht oder „ausgeknockt“ wurde. Sie werden daher oft auch als K.O.-Mäuse bezeichnet und dienen zur Untersuchung von Genfunktionen und zur Validierung neuer Medikamente und Behandlungen. Charles River liefert qualitativ hochwertige, validierte Knockout Mausmodelle, um konsistente Studiendaten zu generieren, die die Forschung reproduzierbar machen und die Gesamtkosten der Studie senken. Dabei garantieren wir dank unserer durchgängigen Servicelösung die Einhaltung von Projektzeitplänen, Vertraulichkeit, Exklusivität des geistigen Eigentums, Züchtung unter VAF Plus® (SOPF)-Standards und eine sichere globale Lieferung.
Unser wissenschaftliches Team arbeitet mit Industriepartnern zusammen, die führend auf dem Gebiet der funktionellen Genomik und des molekularen Engineerings sind. Die Kombination unserer In-vitro- und In-vivo-Expertise schafft die optimale Grundlage für die Erstellung, Charakterisierung, Konservierung und den Vertrieb Ihrer Mäuse.
Typen von Knockout Mausmodellen
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Konstitutive Knockout Mäuse
Dieses Modell wird so manipuliert, dass es ein inaktiviertes Gen trägt. Normalerweise wird die Inaktivierung des interessierenden Gens durch die (teilweise oder vollständige) Deletion seiner Sequenz erreicht, und es ist im gesamten Tier nicht funktional.
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Konditionale Knockout Mäuse
Diese Knockout Mäuse ermöglichen die Deletion eines Gens in einem bestimmten Gewebetyp und/oder zu einem bestimmten Zeitpunkt Häufig wird die konditionale KO-Maus mithilfe des Cre-lox-Systems generiert. Dabei wird die kritische Sequenz nicht deletiert, sondern von loxP-Stellen flankiert (eine sog. „gefloxte“ Sequenz). Die Sequenz zwischen zwei loxP-Stellen wird mittels Cre-Rekombinase entfernt. Eine induzierbare oder gewebespezifische Cre Rekombinase wird verwendet, um die Genfunktion nur in diesem Gewebe zu inaktivieren.
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RNAi-Knockout Mäuse
Die RNA-Interferenz kann die Expression eines Zielgens reduzieren, ohne es zu deletieren. In der Regel wird dies mit konditionalen und/oder induzierbaren Ansätzen kombiniert, um die Expression des Zielgens nur unter bestimmten Bedingungen in erwachsenen Tieren zu reduzieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu Knockout-Mäusen
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Welche Vorteile bietet die Verwendung von Knockout Mausmodellen?
Die Gen-Knockout-Methode ist der einfachste Ansatz, um grundlegende Genfunktionen aufzudecken. Konditionale Knockout-/Induzierbare Mausmodell und Knockdown-Mäuse können das Risiko eines mit der Geninaktivierung in früheren Entwicklungsstadien assoziierten letalen Phänotyps vermeiden und ermöglichen eine Analyse der Auswirkungen der Geninaktivierung auf erwachsene Tiere. Da 65 % der proteincodierenden Gene wahrscheinlich pleiotrop sind, vereinfacht eine konditionale Knockout Maus die Phänotypisierungsanalyse, indem sie sich auf einen bestimmten Zelltyp konzentriert.
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Gibt es weitere Projektüberlegungen?
Die Disruption von Genen kann manchmal zu einer Kompensation des damit funktional zerstörten Gens durch andere Mitglieder einer Multigenfamilie führen. In diesen Fällen können mehrere Knockouts erforderlich sein, um phänotypische Effekte zu erzielen (z. B. Hox-Gene). Zudem ist es möglich, dass Gen-Knockouts in Knockout Mäusen keine beobachtbaren Phänotypen hervorbringen oder dass sie andere als die beim Menschen beobachteten Merkmale produzieren. Die Wahl des Maushintergrunds ist eine wichtige Überlegung, um menschliche Phänotypen besser nachzuahmen – wenden Sie sich für weitere Beratung an unsere Experten.
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Welche Methoden werden zur Erzeugung eines Knockout Mausmodell verwendet?
Abhängig von Ihrer Studie und Ihren Zielen können Knockout Mäuse erzeugt werden durch:
- Homologe ES-Zell-Rekombination
- Genom-editierende Nukleasen (z. B. CRISPR*-Knockout)
- Direktinjektion in Ein-Zell-Embryonen
- ES-Zell-Modifikation
Weitere Informationen zu Knockout-Mäusen finden Sie auf der Website des IKMC (International Knockout Mouse Consortium).
* CRISPR/Cas9 wird unter Lizenzen für erteilte und angemeldete US- und internationale Patente von The Broad Institute und ERS Genomics Limited verwendet.
- Welche weiteren Dienstleistungen werden für Mausmodelle angeboten?